Feuerwehren im Landkreis Schwandorf im Dauereinsatz: Vier Brände binnen weniger Stunden fordern Einsatzkräfte
PFREIMD/STULLN. Die anhaltende Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 40 Grad setzt derzeit nicht nur der Bevölkerung zu, sondern bringt auch die Feuerwehren im Landkreis Schwandorf an ihre Belastungsgrenze. Gleich vier Brände innerhalb weniger Stunden hielten am Samstag die Einsatzkräfte in Atem – darunter zwei Waldbrände, ein Dachstuhlbrand und eine mutmaßlich fahrlässig verursachte Brandstiftung.
Besonders die Waldbrände bei Pfreimd und Stulln verlangten den Feuerwehren alles ab. Rund 200 Einsatzkräfte kämpften am Nachmittag gegen einen Brand in einem steilen Waldgebiet zwischen Pfreimd und Stein. Das unwegsame Gelände erschwerte die Löscharbeiten erheblich. Unterstützung kam aus der Luft: Ein Polizeihubschrauber war mit einem Löschwasser-Außenbehälter im Einsatz. Nach ersten Schätzungen verbrannten rund 8.000 Quadratmeter Wald.
Nur wenig später stand nördlich von Stulln erneut Wald in Flammen. Hier brannten weitere rund 7.000 Quadratmeter. Neben zahlreichen Feuerwehren waren auch das THW Nabburg sowie ein Polizeihubschrauber im Einsatz. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 15.000 Euro geschätzt. In beiden Fällen geht die Polizei derzeit nicht von Fremdverschulden aus, die Ermittlungen zur Brandursache dauern jedoch an.
Dachstuhlbrand fordert Feuerwehr zusätzlich
Noch während die Einsatzkräfte mit den Waldbränden beschäftigt waren, wurde am frühen Abend ein Dachstuhlbrand im Pfreimder Lindenweg gemeldet. Mehrere Feuerwehren konnten die Flammen unter Kontrolle bringen und ein Übergreifen verhindern. Der Sachschaden liegt nach ersten Schätzungen bei mindestens 40.000 Euro.
Die extremen Temperaturen machten auch den Helfern zu schaffen. Ein Feuerwehrmann erlitt während der Löscharbeiten Kreislaufprobleme. Nach Polizeiangaben sind jedoch keine schwerwiegenden Folgen zu erwarten.
Fahrlässige Brandstiftung sorgt für Unverständnis
Den Schlusspunkt eines ohnehin kräftezehrenden Tages setzte schließlich ein weiterer Brand am späten Abend im Ortskern von Pfreimd. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte ein 70-jähriger Mann ein Lagerfeuer entfacht und dieses unbeaufsichtigt gelassen. Das Feuer breitete sich aus und griff auf eine angrenzende Holzhütte über.
Die Freiwillige Feuerwehr konnte den Brand löschen, verletzt wurde niemand. Gegen den Mann wird nun wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung ermittelt.
Gerade angesichts der extremen Trockenheit und der ohnehin enormen Belastung der Feuerwehren stößt ein solcher Vorfall auf wenig Verständnis. Während zahlreiche Ehrenamtliche bei sengender Hitze stundenlang im Einsatz stehen, um Menschen, Wälder und Gebäude zu schützen, können vermeidbare Brände die Einsatzkräfte zusätzlich an ihre Grenzen bringen.
Die Polizei appelliert deshalb erneut an die Bevölkerung, insbesondere bei anhaltender Trockenheit äußerst umsichtig mit offenem Feuer umzugehen.
Foto: Symbolbild
Transparenzhinweis: Die Grundlage dieses Berichts bildet eine Pressemitteilung der Polizei. Die textliche Ausarbeitung erfolgte mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) und wurde vor der Veröffentlichung redaktionell überprüft.

