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Dr. Roland Brey geht in Ruhestand

Langjähriger Leiter des Gesundheitsamts Amberg blickt auf vier Jahrzehnte im öffentlichen Dienst zurück

Amberg Nach rund 40 Jahren im öffentlichen Dienst geht Dr. Roland Brey, langjähriger Leiter des Gesundheitsamts Amberg, in den Ruhestand. Landrat Richard Reisinger verabschiedete den Leitenden Medizinaldirektor persönlich und überreichte ihm ein Dankesschreiben sowie eine Urkunde der Bayerischen Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention, Judith Gerlach.

Mit einem „Vergelt’s Gott“ würdigte Reisinger die Arbeit Breys und wünschte ihm für den neuen Lebensabschnitt vor allem Gesundheit und Gottes Segen. Erst im April hatte Brey sein 40-jähriges Dienstjubiläum gefeiert.

Der gebürtige Falkensteiner aus dem Landkreis Cham studierte Medizin in Regensburg und Erlangen. Nach seinem Wehrdienst als Stabsarzt der Bundeswehr in Feldkirchen bei Straubing arbeitete er mehrere Jahre als Assistenzarzt in der Inneren Medizin und in der Chirurgie an Kreiskrankenhäusern.

1990 wechselte Brey an das Staatliche Gesundheitsamt, das für die Stadt Amberg und den Landkreis Amberg-Sulzbach zuständig ist. Seine Weiterbildung im Öffentlichen Gesundheitswesen schloss er 1992 als Kursbester des Amtsarztlehrgangs ab. Von 1998 bis 2002 arbeitete er bei der Regierung der Oberpfalz in Regensburg als Referent und stellvertretender Sachgebietsleiter im Bereich Humanmedizin. Ab Herbst 2002 leitete er das Gesundheitsamt im Landratsamt Amberg-Sulzbach.

Prävention als besonderes Anliegen

Während seiner langen Amtszeit gehörten Untersuchungen, Beratungen und die Bearbeitung von Infektionsmeldungen zu den Pflichtaufgaben. Ein besonderes Anliegen seien Brey jedoch die Gesundheitsförderung und Prävention gewesen, heißt es in der Mitteilung des Landratsamts. Auf Grundlage der Gesundheitsberichterstattung entstanden unter anderem Gesundheitstage, Aktionen und zahlreiche Vorträge, etwa zum Thema Gesundheit im Alter.

Zu den größten Herausforderungen seiner Amtszeit zählte Brey neben der Asylkrise nach 2015 vor allem die Corona-Pandemie. Aus seiner Sicht habe sich damals besonders deutlich gezeigt, dass der Öffentliche Gesundheitsdienst von der Bundespolitik über Jahrzehnte vernachlässigt worden sei.

Trotz Sieben-Tage-Woche, Einsätzen an Wochenenden und Feiertagen sowie der Unterstützung zahlreicher externer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sei das Gesundheitsamt während der Pandemie massiv überlastet gewesen. Auch Defizite bei der Digitalisierung hätten die Arbeit erschwert. Die Erfahrungen aus dieser Zeit hätten nach Einschätzung Breys allerdings ein Umdenken ausgelöst und zu Verbesserungen bei Personal und digitaler Infrastruktur geführt.

Im Ruhestand möchte Brey nun vor allem mehr Zeit mit seiner Familie verbringen. Außerdem hofft er, Erkenntnisse aus seiner jahrzehntelangen Beschäftigung mit Gesundheit für sich selbst nutzen zu können, um möglichst lange körperlich und geistig fit zu bleiben. Den von ihm in Vorträgen häufig angesprochenen „inneren Schweinehund“ müsse dabei auch er überwinden.

Die offizielle Verabschiedungsfeier findet am 10. September im Rahmen der Bediensteten-Ehrung im König-Ruprecht-Saal des Landratsamts statt.

Landrat Richard Reisinger (rechts) überreicht dem scheidenden Leiter des Gesundheitsamts, Dr. Roland Brey, eine Urkunde der Bayerischen Staatsministerin Judith Gerlach. Foto: Martina Beierl

Transparenzhinweis: Die Grundlage dieses Berichts bildet eine Pressemitteilung des Landratsamts Amberg-Sulzbach. Die textliche Ausarbeitung erfolgte mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) und wurde vor der Veröffentlichung redaktionell überprüft.