Bayern startet mit Rettungseinsatzfahrzeugen (REF) in den erweiterten Probebetrieb
Schneller und effizienter
MÜNCHEN/REGENBURG. Bayern setzt ein deutliches Zeichen für eine moderne und leistungsfähige Notfallversorgung: Innenminister Joachim Herrmann hat heute in München sechs neue Rettungseinsatzfahrzeuge (REF) offiziell in Dienst gestellt. Nach einem erfolgreichen mehr als dreijährigen Pilotprojekt in Regensburg werden die Fahrzeuge nun im erweiterten Probebetrieb eingesetzt.
Die REF sind speziell für schnelle, professionelle Patientenversorgung konzipiert. Ein erfahrener Notfallsanitäter kann direkt am Einsatzort behandeln, wodurch Kapazitäten in den Rettungswagen freigehalten werden. „Besonders bei Spitzenzeiten im Einsatzgeschehen ist das von entscheidender Bedeutung“, erklärte Herrmann. Der Freistaat unterstützt den erweiterten Probebetrieb mit 900.000 Euro aus der Landtagsfraktionsinitiative von CSU und FW.
Die Zahl der Notfalleinsätze in Bayern steigt stetig: 2024 registrierte der Rettungsdienst über 2,7 Millionen Einsätze. Gerade weniger schwerwiegende Einsätze belasten das System stark. Das Pilotprojekt in Regensburg zeigte, dass die REF in rund zwei Drittel der Fälle ohne weiteres Rettungsmittel auskommen – ein klarer Gewinn für Effizienz und Patientensicherheit.
Die sechs neuen Fahrzeuge werden vom Bayerischen Roten Kreuz, den Johannitern und den Maltesern an den Standorten Ansbach, Dachau, Regensburg, Rosenheim und Würzburg eingesetzt. Langfristig sollen die REF im gesamten Freistaat regulär verfügbar sein, wobei Bayern auch auf Bundesebene die Notfallreform aktiv mitgestalten will.
Herrmann dankte den Sozialversicherungsträgern, die die Betriebskosten übernehmen, sowie den Hilfsorganisationen und Einsatzkräften für ihr Engagement: „Mit den neuen Rettungseinsatzfahrzeugen stellen wir die Notfallversorgung in Bayern auch zukünftig auf höchstem Niveau sicher.“

