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Versorgung für 5.000 Menschen: DRK eröffnet neues Bevölkerungsschutzzentrum

Luckenwalde. Hilfsgüter, mehr als 120 Fahrzeuge, ein mobiles Feldkrankenhaus und eine Versorgungseinrichtung für bis zu 5.000 Menschen: Das Deutsche Rote Kreuz hat am Donnerstag im brandenburgischen Luckenwalde einen neuen Bevölkerungsschutz-Hub eröffnet. Der Standort soll Hilfe bei Katastrophen in Deutschland und in internationalen Krisengebieten ermöglichen.

Nach Angaben des DRK handelt es sich um das größte Bevölkerungsschutzzentrum Deutschlands. Auf rund 34.000 Quadratmetern verbindet es ein Logistikzentrum mit einem Ausbildungsort. Dort lagern Fahrzeuge, Container und Hilfsmaterialien, die im Ernstfall schnell verfügbar sein sollen.

DRK-Präsident Hermann Gröhe bezeichnete die Einrichtung als wichtigen Baustein zur Stärkung der Krisenfestigkeit und Widerstandsfähigkeit. Angesichts von Extremwetter, Pandemien und bewaffneten Konflikten müsse die Vorsorge langfristig ausgebaut werden.

Eine mobile „Kleinstadt“ für Katastrophenfälle

Zu den zentralen Einrichtungen am neuen Standort gehört das Mobile Betreuungsmodul 5.000, kurz MBM 5.000. Es kann bis zu 5.000 Menschen unterbringen und versorgen.

Die transportfähige Einrichtung lässt sich nach Angaben des DRK innerhalb kurzer Zeit zu einer funktionsfähigen „Kleinstadt“ aufbauen und über mehrere Monate eigenständig betreiben. Bei großen Bevölkerungsbewegungen soll sie neben der Versorgung auch helfen, Menschen zunächst aufzunehmen und ihre weitere Verteilung zu organisieren. Das Modul ist für Einsätze im gesamten Bundesgebiet vorgesehen.

Feldkrankenhaus innerhalb von 72 Stunden entsendbar

Auch das international einsetzbare DRK-Feldkrankenhaus wird in Luckenwalde vorgehalten. Es kann laut DRK innerhalb von 72 Stunden in ein Katastrophen- oder Konfliktgebiet entsandt werden.

Je nach Bedarf gehören eine Notaufnahme, ein Operationsbereich, Mutter-Kind-Versorgung, Labor, Röntgendiagnostik und eine Apotheke dazu. Eigene Anlagen für Wasser, Strom und Sanitärversorgung sowie Küche und Wäscherei ermöglichen den Betrieb auch dort, wo die Infrastruktur stark beschädigt ist.

Nach Angaben des DRK kann das Feldkrankenhaus die medizinische Versorgung einer Bevölkerung von etwa 250.000 Menschen sicherstellen. Zuletzt war es unter anderem in der Ukraine und im Gazastreifen im Einsatz.

Material und Einsatzkräfte schneller zusammenbringen

Der neue Standort bündelt außerdem Fahrzeuge und Materialien der sogenannten Bundesvorhaltung, der materiellen Reserve des DRK. Diese Bestände werden vor allem für Bevölkerungsschutzeinsätze in Deutschland bereitgehalten. Über das Logistikzentrum sollen zugleich Hilfslieferungen ins Ausland organisiert werden.

Eine Anbindung an das bundesweite Ressourcenmanagementsystem „drkserver“ soll helfen, ehrenamtliche Einsatzkräfte aus ganz Deutschland schnell zu mobilisieren. Die Verbindung von Materialreserven, Beschaffung und digitaler Einsatzplanung soll auch die Versorgung bei länger andauernden Krisen erleichtern.

Gröhe betonte, dass solche Fähigkeiten über Jahre aufgebaut werden müssen: „Vorhaltungen und Fähigkeiten im Bevölkerungsschutz lassen sich nicht von heute auf morgen bilden.“

Transparenzhinweis: Die Grundlage dieses Berichts bildet eine Pressemitteilung des Deutschen Roten Kreuzes. Die textliche Ausarbeitung erfolgte mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) und wurde vor der Veröffentlichung redaktionell überprüft.