Neue Anlage am Klinikum Weiden unterstützt Behandlung von Schlaganfällen
Die Radiologie und Neuroradiologie verfügen über ein neues Bildgebungssystem. Es soll präzisere Eingriffe ermöglichen und die Belastung für Patienten verringern.
WEIDEN. Gefäße sichtbar machen und währenddessen behandeln: Eine neue Angiographie-Anlage am Klinikum Weiden unterstützt das medizinische Team bei komplexen Eingriffen. Zum Einsatz kommt sie unter anderem bei schweren Schlaganfällen, Hirnblutungen sowie Behandlungen an der Hals- oder Bauchschlagader.
Die Kliniken Nordoberpfalz haben das Gerät vom Typ Artis Q über ihre langfristige Technologiepartnerschaft mit Siemens Healthineers in Kemnath beschafft. Die Anlage nutzt Röntgenstrahlen, um Arterien und Venen während der Behandlung darzustellen.
Zwei Blickwinkel auf die Gefäße
Das sogenannte biplane System liefert gleichzeitig Bilder aus zwei unterschiedlichen Ebenen. Dadurch können Ärzte Gefäße und Instrumente aus verschiedenen Blickwinkeln beurteilen. Nach Angaben der Kliniken lassen sich komplexe Eingriffe damit präziser und schneller durchführen.
Die Anlage ermöglicht zudem dreidimensionale und computertomographische Aufnahmen direkt während der Behandlung. So können die Mediziner auch kleine Gefäßstrukturen und die Position von Stents beurteilen. Stents sind Gefäßstützen, die verengte Blutgefäße offen halten.
Als weitere Vorteile nennen die Kliniken eine geringere Strahlenbelastung und einen reduzierten Bedarf an Kontrastmittel gegenüber herkömmlichen Anlagen. Weniger Kontrastmittel könne insbesondere die Nieren der Patienten schonen. Auch die Entfernung von Blutgerinnseln bei Schlaganfällen, die sogenannte Thrombektomie, soll sich mit dem neuen System schneller durchführen lassen.
Austausch in knapp sieben Wochen
Für den Einbau musste der Untersuchungsraum umfassend angepasst werden. Unter der Projektleitung von Medizintechnik-Leiter Simon Woppert und in Zusammenarbeit mit der bautechnischen Abteilung wurde das bisherige Gerät demontiert, der Raum umgebaut und die neue Anlage installiert. Auch die Einarbeitung des Teams erfolgte innerhalb von knapp sieben Wochen.
Zu den Arbeiten gehörten Staubschutzmaßnahmen, Anpassungen an Boden und Decke sowie Elektro-, Maler- und Klimaarbeiten. Die neue Anlage wurde mit zwei Lastwagen angeliefert.
KNO-Vorstand Ralph Junghans und Klinikdirektor Tim Egger würdigten bei einem Besuch den zügigen Ablauf. Gemeinsam mit dem Ärztlichen Direktor Prof. Thomas Bschleipfer wünschten sie dem Team um die Chefärzte Prof. Christian Paetzel und Prof. Thomas Finkenzeller einen erfolgreichen Einsatz der neuen Technik.

Foto: Friedrich Peterhans

Foto: Friedrich Peterhans

Foto: Simon Woppert
Transparenzhinweis: Die Grundlage dieses Berichts bildet eine Pressemitteilung der Kliniken Nordoberpfalz AG. Die textliche Ausarbeitung erfolgte mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) und wurde vor der Veröffentlichung redaktionell überprüft.

