Hund jagt Reh in Schwandorf – Zeuge verhindert Schlimmeres
Ein freilaufender Hund hat im Schwandorfer Ortsteil Fronberg versucht, ein Reh zu reißen. Ein Zeuge konnte eingreifen und den Hund verscheuchen. Doch warum ist das Hetzen von Wildtieren so gefährlich und was sagt das Jagdrecht?
SCHWANDORF. Ein freilaufender Hund hat am Montag in der Lohstraße im Ortsteil Fronberg ein Reh gejagt und offenbar versucht, das Tier zu reißen. Ein 27-jähriger Schwandorfer beobachtete den Vorfall von seinem Büro aus und konnte den Hund verscheuchen. Anschließend flüchteten sowohl der Hund als auch das Reh.
Die Polizei verständigte den zuständigen Jagdpächter. Ob das Reh verletzt wurde, ist nicht bekannt. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Schwandorf zu melden.
Warum das Hetzen von Wildtieren gefährlich ist
Schon die Verfolgung durch einen Hund kann für Rehe lebensgefährlich werden. Die Tiere geraten unter erheblichen Stress, verbrauchen viel Energie und können auf der Flucht gegen Hindernisse laufen oder auf Straßen geraten. Besonders gefährdet sind Jungtiere und trächtige Ricken.
Was sagt das Jagdrecht?
Nach dem Bayerischen Jagdgesetz dürfen Hunde in Jagdrevieren nicht unbeaufsichtigt frei laufen. Verstöße können als Ordnungswidrigkeit geahndet werden. Unter engen gesetzlichen Voraussetzungen dürfen Jagdschutzberechtigte auch gegen wildernde Hunde vorgehen.
Nicht jeder freilaufende Hund gilt automatisch als wildernd. Entscheidend ist, ob er Wild verfolgt oder gefährdet. Hundehalter sollten deshalb sicherstellen, dass ihre Tiere jederzeit kontrollierbar sind – andernfalls müssen sie an die Leine.
Transparenzhinweis: Die Grundlage dieses Berichts bildet eine Pressemitteilung der Polizeiinspektion Schwandorf. Die ergänzenden Erläuterungen zum Jagdrecht und zu den Gefahren für Wildtiere sowie die textliche Ausarbeitung erfolgten mithilfe künstlicher Intelligenz (KI). Der Beitrag wurde vor der Veröffentlichung redaktionell überprüft.

