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Pflegerin nach Stoß in Schwandorfer Pflegeheim schwer verletzt

Eine 60-Jährige musste ins Krankenhaus. Der Fall lenkt den Blick auf Gewalt gegen Beschäftigte in der Pflege.

SCHWANDORF. Ein 90-jähriger Bewohner soll am Mittwoch, 23. September, gegen 8 Uhr eine Pflegerin in einem Schwandorfer Pflegeheim geschubst haben. Die 60-Jährige stürzte und kam mit Verdacht auf einen erheblichen Knochenbruch ins Krankenhaus. Ob sich der Verdacht bestätigt hat, geht aus der Polizeimeldung nicht hervor.

Den Senior brachte man in eine Regensburger Fachklinik. Laut Polizei bestand bei ihm der Verdacht auf eine psychische Störung; eine Diagnose oder ein Zusammenhang mit dem Vorfall ist damit nicht belegt. Gegen den 90-Jährigen wird wegen Körperverletzung ermittelt.

Gewalt ist für viele Pflegekräfte Teil des Arbeitsalltags

Der Vorfall steht für ein Problem, das weit über Schwandorf hinausreicht. In einer 2017 durchgeführten Befragung der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) berichteten 79,5 Prozent der 1.984 teilnehmenden Beschäftigten aus Pflege und Betreuung, innerhalb eines Jahres Gewalt bei der Arbeit erlebt zu haben. Von diesen Betroffenen nannten 70 Prozent auch körperliche Gewalterlebnisse. Die Zahlen stammen aus einer Befragung teilnehmender Einrichtungen; sie beschreiben nicht die Häufigkeit schwerer Verletzungen und lassen sich nicht unmittelbar auf jedes Pflegeheim übertragen. bgw-online

Die BGW empfiehlt Einrichtungen, Risiken systematisch zu erfassen, Beschäftigte auf kritische Situationen vorzubereiten und klare Abläufe für Notfälle und die Unterstützung Betroffener festzulegen. Dazu gehören auch Schulungen zur Deeskalation. Fachleute betonen zugleich, dass ein Schutzkonzept sowohl die Beschäftigten als auch die pflegebedürftigen Menschen berücksichtigen muss. Welche Umstände zu dem Vorfall in Schwandorf führten, ist bislang nicht bekannt. bgw-online

Transparenzhinweis: Grundlage dieses Berichts waren eine Pressemitteilung der Polizei sowie veröffentlichte Informationen der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege. Die textliche Ausarbeitung erfolgte mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) und wurde vor der Veröffentlichung redaktionell überprüft.