Bayern stärkt Drohnenabwehr: Neues Kompetenzzentrum der Polizei eröffnet
ERDING. Bayern setzt auf modernste Technik und gebündelte Expertise im Kampf gegen Drohnenbedrohungen: Ministerpräsident Markus Söder und Innenminister Joachim Herrmann haben in Erding das neue Drohnenkompetenz- und -abwehrzentrum (DKAZ) der Bayerischen Polizei offiziell eröffnet.
Das Zentrum soll künftig eine zentrale Rolle bei der Abwehr von Gefahren durch Drohnen spielen. Ziel ist es, vorhandenes Know-how gezielt zu bündeln und mit innovativer Technik zu verknüpfen. Laut Herrmann stärkt das DKAZ damit nachhaltig die Einsatzfähigkeit der Polizei im Umgang mit aktuellen und zukünftigen Bedrohungslagen.
Schutz für kritische Infrastruktur und Großveranstaltungen
Im Fokus stehen insbesondere sicherheitsrelevante Bereiche wie Flughäfen, Großveranstaltungen und kritische Infrastruktur. Drohnensichtungen erfordern laut Söder schnelle und klare Entscheidungen, um mögliche Gefahren frühzeitig zu erkennen und konsequent abzuwehren.
Gleichzeitig entsteht in Erding ein eng vernetztes Innovationsumfeld: Gemeinsam mit Bundeswehr, Wissenschaft, Start-ups und Industrie soll ein bundesweit einzigartiges Netzwerk aufgebaut werden, das neue Technologien schnell in die Praxis bringt.
Reaktion auf neue Bedrohungslagen
Hintergrund für den Ausbau der Drohnenabwehr ist die angespannte sicherheits- und geopolitische Lage. Laut Innenministerium nehmen hybride Bedrohungen und gezielte Angriffe auf Infrastruktur und Luftverkehr zu. Drohnen spielen dabei eine immer größere Rolle.
Mit dem DKAZ will Bayern diesen Entwicklungen entschlossen begegnen. Das Zentrum unterstützt Einsatzkräfte mit spezieller Technik zur Drohnenerkennung und -abwehr und kommt vor allem bei besonderen Einsatzlagen zum Einsatz – etwa bei Staatsbesuchen oder akuten Gefahrenlagen.

Foto: Matthias Balk/Bayerische Staatskanzlei
Start mit über 40 Einsatzkräften
Bereits seit dem 1. April 2026 ist das Zentrum in Betrieb. Mehr als 40 Einsatzkräfte arbeiten aktuell im DKAZ, ein weiterer Ausbau ist geplant. Neben der operativen Unterstützung übernimmt das Zentrum auch die Ausbildung von Polizeikräften sowie die Erprobung neuer Technologien.
Zudem ist das DKAZ eng mit dem Gemeinsamen Drohnenabwehrzentrum in Berlin vernetzt und steht im kontinuierlichen Austausch mit Forschungseinrichtungen und der Bundeswehr.

