Messer-Attacke in Arbeiterunterkunft – Tatverdächtiger auf der Flucht
FRIEDENFELS. Schwere Gewalttat im Landkreis Tirschenreuth: Wie die Polizei erst heute bekanntgab, kam es in der Nacht auf Sonntag in Friedenfels zu einer brutalen Auseinandersetzung mit einem Messer. Ein Mann wurde dabei schwer verletzt, der mutmaßliche Täter ist weiterhin flüchtig.
Gegen 2.15 Uhr gerieten mehrere Männer in einer Arbeiterunterkunft in Streit. Im Verlauf der Auseinandersetzung wurde ein 31-jähriger polnischer Staatsangehöriger mit einem Messer attackiert. Er erlitt schwere Verletzungen im Gesicht und am Oberkörper und musste per Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht werden. Lebensgefahr bestand nach aktuellem Stand nicht.
Tatverdächtiger flieht Richtung Polen
Der mutmaßliche Angreifer, ein 41-jähriger Mann ebenfalls polnischer Herkunft, flüchtete unmittelbar nach der Tat mit einem weißen Citroën Berlingo mit polnischem Kennzeichen. Auf der Staatsstraße 2169 zwischen Friedenfels und Wiesau wurde ein Küchenmesser gefunden, das als mögliche Tatwaffe gilt. Nach bisherigen Erkenntnissen könnte sich der Tatverdächtige bereits ins Ausland abgesetzt haben.
Weitere Verletzte bei Eskalation
Die Situation eskalierte weiter: Ein 35-jähriger Mann wurde bei einem Sturz aus dem ersten Stock schwer am Arm verletzt. Ein weiterer 34-Jähriger erlitt Verletzungen durch Faustschläge. Alle Beteiligten sind Arbeitskollegen und waren gemeinsam in der Unterkunft untergebracht.
Kripo ermittelt wegen versuchter Tötung
Die Kriminalpolizeiinspektion Weiden i.d.OPf. hat die Ermittlungen übernommen und prüft den Verdacht der versuchten Tötung. Die Hintergründe der Tat sowie ein mögliches Motiv sind derzeit noch unklar.
Der flüchtige Tatverdächtige wird wie folgt beschrieben:
- muskulöse Statur
- kurz geschorene Haare
- Drei-Tage-Bart
Zeugen gesucht
Die Ermittler bitten dringend um Hinweise: Wer hat am Sonntagmorgen im Bereich der Otto-Freundl-Straße in Friedenfels etwas Verdächtiges beobachtet oder das flüchtige Fahrzeug gesehen? Hinweise nimmt die Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 0961/401-2222 entgegen.

