35.000 Fahndungstreffer seit Gründung: Grenzpolizei zieht Bilanz
WAIDHAUS. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Innenminister Joachim Herrmann haben am Grenzübergang Waidhaus die Jahresbilanz 2025 der Bayerischen Grenzpolizei vorgestellt. Die Zahlen zeigen einen deutlichen Rückgang bei unerlaubten Einreisen – gleichzeitig aber zahlreiche Fahndungserfolge und steigende Waffenfälle.
Seit der Gründung der Bayerischen Grenzpolizei im Jahr 2018 gab es laut Söder mehr als 135.000 Fahndungstreffer, davon allein rund 20.000 im vergangenen Jahr. „Die Grenzpolizei ist ein absolutes Erfolgsmodell und unsere Eliteeinheit gegen Kriminalität im Grenzraum“, betonte der Ministerpräsident.

Weniger unerlaubte Einreisen
2025 registrierten die Grenzfahnder 1.902 unerlaubte Einreisen an den Land- und Luftgrenzen. Das sind über 20 Prozent weniger als im Vorjahr (2.385) und fast 60 Prozent weniger als noch vor zwei Jahren.
Auch bei Schleuserdelikten gab es einen deutlichen Rückgang: 105 Fälle bedeuten ein Minus von mehr als 34 Prozent. Herrmann sprach von einem „spürbaren Beitrag zur Eindämmung illegaler Migration“.
Die jüngste Entscheidung von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt, die vorübergehenden Binnengrenzkontrollen um ein weiteres halbes Jahr zu verlängern, begrüßte Herrmann ausdrücklich.

Mehr Fahndungstreffer und Waffenfälle
Insgesamt verzeichnete die Bayerische Grenzpolizei 2025 genau 20.805 Fahndungstreffer – ein Plus von knapp zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Bei der Rauschgiftkriminalität wurden 2.091 Fälle festgestellt. An den Landgrenzen stellten die Beamten über 190 Kilogramm Drogen sicher.
Deutlich gestiegen ist die Zahl der Waffen- und Sprengstoffdelikte: 1.179 Fälle wurden registriert (2024: 1.027). Insgesamt 1.039 Waffen und verbotene Gegenstände wurden sichergestellt. Hinzu kamen 1.410 Urkundendelikte, etwa durch Passfälschungen oder missbräuchlich verwendete Ausweise.
Mehr Personal und moderne Technik
Aktuell sind 940 Beamte bei der Bayerischen Grenzpolizei im Einsatz – mehr als 420 zusätzliche Kräfte seit der Gründung im Juli 2018. Zum 1. März 2026 sollen weitere 30 Beamte hinzukommen.
Die Grenzpolizei ist derzeit an zwölf Grenzübergängen zu Österreich und Tschechien sowie an den Flughäfen Nürnberg und Memmingen im Einsatz. Unterstützt wird sie durch die Bayerische Bereitschaftspolizei.
Söder kündigte an, die Grenzpolizei weiter auszubauen – sowohl personell als auch technisch, unter anderem mit Drohnen, Multikoptern und Wärmebildtechnik. Bayern bleibe das sicherste Bundesland, so der Ministerpräsident.

