Landkreis Neustadt an der WaldnaabLandkreis TirschenreuthOberpfalz

31.000 Euro für den guten Zweck: Hessenreuth schreibt Erfolgsgeschichte fort

HESSENREUTH/TROGLAU. Große Freude in Hessenreuth: Auch im vergangenen Jahr ist es der Dorfgemeinschaft gelungen, eine beeindruckende Spendensumme für die Kinderkrebshilfe Oberpfalz-Nord e.V. zu sammeln. Bei der Spendenübergabe konnten jetzt erneut 31.000 Euro überreicht werden.

Grundlage für dieses starke Ergebnis sind drei Säulen: der Adventsverkauf bei Robert und Brigitte Steinkohl im Weiler Tyrol bei Hessenreuth, die traditionelle Waldweihnacht am ersten Weihnachtsfeiertag sowie zahlreiche Einzelspenden aus der Region.

Adventsmarkt mit großem Andrang

An vier Wochenenden verwandelte sich das Anwesen der Familie Steinkohl in einen stimmungsvollen Adventsmarkt. Der Andrang war auch 2025 wieder enorm. Angeboten wurden adventliche Dekoartikel, selbstgemachter Weihnachtsschmuck, Liköre, Marmeladen und viele weitere handgefertigte Produkte – alles für den guten Zweck.

Im Hofcafé in Troglau berichtete Robert Steinkohl von einer erneut gelungenen Spendenaktion: Mehr als 30.000 Euro kamen im vergangenen Jahr für den guten Zweck zusammen.

Hinzu kam die Waldweihnacht in Hessenreuth am ersten Weihnachtsfeiertag. Dort konnte aus dem Erlös von Glühwein- und Bratwurstverkauf ebenfalls wieder eine beachtliche Summe erwirtschaftet werden.

Ein dritter, oft weniger sichtbarer Baustein ist das persönliche Engagement von Robert Steinkohl. In der Vorweihnachtszeit besucht er Firmen und Einzelspender in der gesamten Region, bittet um Unterstützung – und steht, wie er selbst sagt, „niemals vor verschlossenen Türen“.

Aus Adventsmarkt, Waldweihnacht und Spendensammlungen kam 2025 somit erneut eine Summe von 31.000 Euro zusammen. Robert Steinkohl quittierte das Ergebnis mit einem zufriedenen „Soll erfüllt!“. Man mache das, um das Leid anderer zu lindern. Seit 15 Jahren arbeitet man eng mit der Kinderkrebshilfe zusammen. Dort wisse man genau, wo Hilfe dringend benötigt werde – und könne Familien in schlimmsten Situationen gezielt unterstützen.

Große Wertschätzung für außergewöhnliches Engagement

Herbert Putzer schilderte die oft schwierige Arbeit der Kinderkrebshilfe Oberpfalz-Nord e.V. und zeigte auf, wie betroffene Familien unterstützt werden.

Die hohe Anerkennung für das Engagement der Hessenreuther – allen voran der Familie Steinkohl – zeigte sich bei der Spendenübergabe deutlich: Die komplette Vorstandschaft der Kinderkrebshilfe war erschienen.

Vorsitzender Herbert Putzer berichtete von der Arbeit des Vereins. Unterstützt werden Familien mit krebskranken Kindern unter anderem mit finanziellen Leistungen, die von den Krankenkassen nicht übernommen werden. Oft geraten Familien durch die Krankheit eines Kindes in existenzielle Notlagen. Hier springt die Kinderkrebshilfe ein.

Putzer betonte, dass diese Hilfe nur dank Idealisten wie dem Team der Hessenreuther Waldweihnacht möglich sei. In den vergangenen 15 Jahren haben die Hessenreuther mehr als eine Viertelmillion Euro an die Kinderkrebshilfe gespendet. Eine Zahl, auf die alle Beteiligten mehr als stolz sein können.

Eintrag ins Goldene Buch als besondere Ehre

Spendenübergabe an die Kinderkrebshilfe Oberpfalz Nord

Auch die kommunale Seite würdigte das außergewöhnliche Engagement. Bürgermeister Hans Walter aus Kastl bei Kemnath dankte im Namen der Gemeinde und des Gemeinderats dem gesamten Team der Waldweihnacht für den unermüdlichen Einsatz in ihrer Freizeit. Die genannten Summen seien beeindruckend. Für Robert und Brigitte Steinkohl hatte er zudem ein persönliches Präsent dabei.

Eine besondere Ehre wurde den Hessenreuthern durch Bürgermeister Bernhard Stangl aus Pressath zuteil: Er brachte das neue Goldene Buch der Stadt mit. Nicht nur Honoratioren, sondern auch Menschen, die sich in herausragender Weise für andere einsetzen, sollen darin verewigt werden.

Info: Gleich zwei Bürgermeister gratulierten

Warum gleich zwei Bürgermeister zur Spendenübergabe gratulierten, ist schnell erklärt:

Das kleine Kirchdorf Hessenreuth gehört politisch zur Stadt Pressath. Kirchlich hingegen ist der Ort dem Pfarrsprengel Kastl bei Kemnath zugeordnet.

Ein Pfarrsprengel bezeichnet das Gebiet, das einer bestimmten Pfarrei seelsorgerisch zugeordnet ist. So kommt es, dass Hessenreuth politisch zu Pressath, kirchlich jedoch zu Kastl gehört – und somit beide Bürgermeister allen Grund hatten, persönlich zu gratulieren.

Gruppenbild mit den Initiatoren Robert und Brigitte Steinkohl, dem gesamten Team der Dorfweihnacht sowie der Vorstandschaft der Kinderkrebshilfe.