Zigarettenschmuggel als Familienreise getarnt – Zoll stellt über 200.000 Zigaretten sicher
Kontrolle auf der A3 bringt umfangreichen Schmuggel ans Licht
NEUMARKT IN DER OBERPFALZ. Eine vermeintliche Familienreise ist Ende März auf der Autobahn A3 bei Neumarkt in der Oberpfalz für eine dreiköpfige Familie aus Rumänien abrupt beendet worden. Beamte des Hauptzollamts Nürnberg entdeckten bei einer Kontrolle mehr als 200.000 Schmuggelzigaretten im Fahrzeug.
Die Familie war auf dem Weg von Rumänien nach Großbritannien. Auf Nachfrage der Zöllner nach anmeldepflichtigen Waren gab der 43-jährige Fahrer zunächst lediglich sechs Flaschen Wein an. Die Beladung des Fahrzeugs machte die Beamten jedoch misstrauisch: Neben Reisegepäck und Sperrmüll befanden sich mehrere große Kartons im Laderaum.
Geständnis nach genauer Kontrolle
Nachdem der Fahrer aufgefordert worden war, eine eigens eingerichtete Kontrollstelle anzufahren, räumte er schließlich ein, dass sich Zigaretten in den Kartons befanden. Bei der anschließenden Überprüfung stellten die Zöllner über 200.000 Zigaretten mit rumänischer Steuerbanderole sicher.
Nach Angaben des Hauptzollamts Nürnberg überschritt die sichergestellte Menge die Richtwerte für den privaten Eigenbedarf um das rund 250-Fache. Zudem fanden die Beamten im Fahrzeug mehrere gefaltete sogenannte „Mastercases“ – spezielle Kartonverpackungen aus der Tabakindustrie, die jeweils bis zu 10.000 Zigaretten aufnehmen können. Dies deutet laut Zoll auf Erfahrung bei entsprechenden Transporten hin.
Steuerschaden in fünfstelliger Höhe verhindert
Durch den Aufgriff verhinderten die Einsatzkräfte einen Steuerschaden von knapp 40.000 Euro. Gegen den Fahrer wurde ein Strafverfahren eingeleitet, die Zigaretten wurden sichergestellt.
Die weiteren Ermittlungen führt nun das Zollfahndungsamt München mit Dienstsitz Nürnberg.
Bild: Zoll
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