Wenn selbst der Polizeialltag kurios wird
Drei Einsätze in Schwandorf, die wohl nicht so schnell in Vergessenheit geraten
Schwandorf/Wackersdorf. Mit was sich die Polizei nicht alles beschäftigen muss: Ein Glasfasermitarbeiter wird bei einem Hausbesuch von drei Hunden gebissen, ein 20-Jähriger versucht bei seiner Festnahme seinerseits, einen Polizisten zu beißen – und an einer Müllumladestation endet ein Streit ums vermeintliche Vordrängeln mit einem Würgegriff. Drei Fälle aus dem Bereich der Polizeiinspektion Schwandorf, die zumindest in die Kategorie „Einsätze, an die man sich erinnert“ fallen dürften.
Glasfaseranschluss mit unerwartetem Empfang
Eigentlich wollte ein 41-jähriger Mitarbeiter einer Firma aus dem Raum Dachau am Mittwoch, 5. August, gegen 15 Uhr in Wackersdorf wegen eines Glasfaseranschlusses vorsprechen. Doch noch bevor es dazu kam, wurde der Hausbesuch schmerzhaft.
Aus der offenstehenden Eingangstür liefen nach Angaben der Polizei drei Hunde des 51-jährigen Hauseigentümers auf den Mann zu und griffen ihn an. Sie bissen ihn in den rechten Oberarm, den Rücken und den linken Oberschenkel. Der 41-Jährige wurde leicht verletzt.
Die Polizeiinspektion Schwandorf ermittelt gegen den Hundehalter wegen fahrlässiger Körperverletzung.
Platzverweis ignoriert – und dann nach dem Polizisten geschnappt
Ungewöhnlich wurde es auch am Donnerstagabend direkt vor der Polizeiinspektion Schwandorf. Ein amtsbekannter 20-Jähriger aus dem Landkreis Cham und eine 23-jährige Schwandorferin hielten sich nach Angaben der Polizei gegen 21.54 Uhr wiederholt in verdächtiger und „ausspionierender Weise“ in unmittelbarer Nähe der Dienststelle auf.
Die Beamten erteilten beiden einen Platzverweis in Richtung Innenstadt und kündigten bereits an, dass bei einer Missachtung Gewahrsam drohe. Wenig später wurden die beiden erneut nahe der Dienststelle angetroffen.
Bei der anschließenden Gewahrsamnahme versuchte der 20-Jährige laut Polizei zunächst zu flüchten. Damit nicht genug: Er soll mehrfach versucht haben, einen Beamten in den Oberschenkel zu beißen und ihn zu kratzen. Schließlich wurde der Mann gefesselt.
Der 20-Jährige wurde dabei leicht am linken Auge verletzt und im Schwandorfer Krankenhaus ärztlich untersucht. Die eingesetzten Polizisten blieben unverletzt. Alkohol war nach Polizeiangaben nicht im Spiel. Der Mann habe jedoch angegeben, am Nachmittag Betäubungsmittel konsumiert zu haben.
Gegen ihn laufen Ermittlungen unter anderem wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er am Freitagmorgen wieder entlassen. Auch seine 23-jährige Begleiterin, die keinen Widerstand geleistet hatte, kam wieder auf freien Fuß.
Streit ums Vordrängeln eskaliert
Dass auch eine Müllumladestation Schauplatz eines handfesten Polizeifalls werden kann, zeigte sich am Donnerstagmorgen in Haselbach.
Gegen 8.35 Uhr geriet dort ein 31-Jähriger aus Sulzbach-Rosenberg mit einem bislang unbekannten Mann in Streit. Der Unbekannte warf ihm laut Polizei vor, sich vorgedrängelt zu haben.
Aus der verbalen Auseinandersetzung wurde schließlich eine körperliche: Der Unbekannte soll den 31-Jährigen am Hals gewürgt haben. Dieser wurde leicht verletzt.
Die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung und bittet Zeugen, sich unter Telefon 09431/4301-0 bei der Polizeiinspektion Schwandorf zu melden.
Drei völlig unterschiedliche Einsätze – und doch verbindet sie eines: Für die Beamten der Polizeiinspektion Schwandorf dürfte keiner davon unter die Kategorie „ganz gewöhnlicher Arbeitstag“ gefallen sein.
Transparenzhinweis: Die Grundlage dieses Berichts bildet eine Pressemitteilung der Polizei. Die textliche Ausarbeitung erfolgte mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) und wurde vor der Veröffentlichung redaktionell überprüft.

