BlaulichtOberpfalz

Silvester- und Neujahrsbilanz 2025/2026: 365 Einsätze für Rettungsdienst und Feuerwehr in der nördlichen Oberpfalz

WEIDEN/AMBERG. Die Silvesternacht 2025/2026 hielt Rettungsdienst und Feuerwehr in der nördlichen Oberpfalz auf Trab. Die Integrierte Leitstelle (ILS) Oberpfalz-Nord verzeichnete in ihrem Zuständigkeitsbereich – bestehend aus den Landkreisen Schwandorf, Amberg-Sulzbach, Neustadt an der Waldnaab, Tirschenreuth sowie den kreisfreien Städten Amberg und Weiden – insgesamt 365 Einsätze. Damit bewegte sich die Einsatzlage in etwa auf Vorjahresniveau, wobei besonders die Betriebsstätte Weiden eine Zunahme der Brandeinsätze zu verzeichnen hatte.

Gesamteinsatzbilanz der ILS Oberpfalz-Nord

  • Rettungsdienst: Weiden 143, Amberg 165 → 308 Einsätze
  • Technische Hilfeleistung (Feuerwehr): Weiden 7, Amberg 4 → 11 Einsätze
  • Brandeinsätze: Weiden 22, Amberg 24 → 46 Einsätze

Die Gesamtbelastung für die Einsatzkräfte blieb hoch, insbesondere durch Brände, Feuerwerksverletzungen und alkoholbedingte Notfälle.

Betriebsstätte Weiden – markante Einsätze

Der erste Notruf nach Mitternacht erreichte die Leitstelle um 00:05 Uhr wegen eines neurologischen Notfalls in Wiesau. Der erste typische Silvestereinsatz folgte um 00:16 Uhr: Ein Balkonbrand in Weiden konnte von Anwohnern mit einem Feuerlöscher eingedämmt werden, die Feuerwehr führte anschließend die Brandnachschau durch.

Im Laufe der Nacht kam es zu mehreren größeren Bränden:

  • Wohnhausbrand mit Garage und Pergola in Weiden (ca. 03:15 Uhr), glücklicherweise ohne Verletzte, THW Weiden unterstützte bei Absicherungen.
  • Dachstuhlbrand nach Papiertonnen-Feuer in Moosbach (01:45 Uhr), keine Verletzten.
  • Weitere Garagen- und Carportbrände, darunter ein großer Brand in Neusorg, bei dem die Gefahr einer Ausbreitung auf das Wohnhaus bestand.

Zahlreiche kleinere Brände von Mülltonnen, Gartenhütten und Holzunterständen beschäftigten die Feuerwehr in Mitterteich, Neustadt/WN., Vohenstrauß, Weiherhammer und Altenstadt/WN.

Auch der Rettungsdienst war vielfach gefordert: Neben Stürzen, Kopfverletzungen und medizinischen Notfällen mussten Einsatzkräfte mehrere alkoholbedingte Notfälle behandeln – darunter Jugendliche mit Bewusstlosigkeit, eine Tablettenintoxikation, Schlägereien und Feuerwerksverletzungen. Verkehrsunfälle in Poppenreuth und Heinersreuth forderten weitere Einsätze. Ein Mann in Neustadt/WN. musste nach starkem Alkoholkonsum aus einem Kreisverkehr „eingesammelt“ werden.

Besondere Einsätze beinhalteten lebensrettende Maßnahmen wie die Reanimation eines Neugeborenen sowie eine erfolgreiche Telefonreanimation unter Anleitung der Leitstelle.

Betriebsstätte Amberg – markante Einsätze

In Amberg und Umgebung dominierte ebenfalls die Kombination aus Bränden und Feuerwerksverletzungen die Silvesternacht. Der erste Notruf nach Mitternacht erreichte die Leitstelle um 00:03 Uhr: Eine Frau verlor durch eine Rakete einen Fingernagel.

Zu den Brandeinsätzen gehörten:

  • Zimmerbrand in Poppenricht
  • Balkonbrand in Teublitz nach verirrter Rakete
  • Brennende Hecken in Amberg, Theuern, Krondorf und Ettmannsdorf
  • Mülltonnen- und Papiercontainerbrände in Burglengenfeld, Hofstetten und Nabburg

Die ILS Oberpfalz-Nord betonte, dass trotz der hohen Zahl paralleler Notrufe und der emotional belastenden Situation die Koordination jederzeit zuverlässig erfolgte.

ILS-Pressesprecher Jürgen Meyer: „Eine konstant hohe Einsatzlage, viel Koordination – und ein Team, das auch in den letzten anstrengenden Stunden ruhig, schnell und professionell geliefert hat.“