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Trauer um zwei getötete Mitarbeiter: Berngau erschüttert die Oberpfalz

Eine Mitarbeiterin und ein Mitarbeiter des Landratsamtes Neumarkt sind bei einer Waffenkontrolle ums Leben gekommen. Zurück bleiben Angehörige und Kollegen in tiefer Trauer. Der Tatverdächtige wurde in der Nacht schwer verletzt festgenommen.

BERNGAU. Zwei Menschen gingen ihrer Arbeit nach – und kehrten nicht mehr nach Hause zurück. Der gewaltsame Tod einer 54-jährigen Mitarbeiterin und eines 45-jährigen Mitarbeiters des Landratsamtes Neumarkt hinterlässt tiefe Trauer. Das Geschehen in Berngau erschüttert über die Gemeinde und den Landkreis hinaus. Von einer großen Welle der Solidarität aus der Bevölkerung berichtet Landrat Martin Meier.

Im Mittelpunkt stehen nun die beiden Verstorbenen, ihre Familien und Angehörigen sowie die Menschen, die mit ihnen zusammengearbeitet haben. Im Landratsamt fehlen seit Donnerstag zwei Kollegen. Wie tief ihr Tod die Belegschaft trifft, machte Meier am Freitag deutlich: „Das Landratsamt Neumarkt ist bis in seine Grundfesten erschüttert.“

Niemand soll mit seiner Trauer allein bleiben

Die Landkreisverwaltung will ihren Beschäftigten in dieser schweren Situation zur Seite stehen. Es gehe darum, sie zu informieren, zu begleiten und zu unterstützen – und niemanden mit seiner Trauer und seinem Schmerz allein zu lassen, erklärte der Landrat.

Den Familien und Angehörigen sprachen Meier und die Führungskräfte des Amtes ihre aufrichtige Anteilnahme aus. „Wir sind in Gedanken bei Ihnen“, so die Landkreisspitze.

Das Landratsamt und sämtliche Außenstellen bleiben am Freitag, 9. Oktober, für den Besucherverkehr geschlossen. Zugleich dankte Meier den Bürgerinnen und Bürgern für ihre Anteilnahme und Solidarität. Sein Dank galt auch den Einsatzkräften in Berngau und dem Krisenstab, der trotz der emotionalen Ausnahmesituation bis tief in die Nacht gearbeitet hatte.

Schüsse während einer routinemäßigen Waffenkontrolle

Die beiden Beschäftigten hatten am Donnerstag, 8. Oktober, einen Waffenbesitzer in der Kirchenstraße aufgesucht. Sie sollten eine routinemäßige Kontrolle durchführen. Nach Angaben des Landratsamtes lagen weder ein konkreter Gefährdungsverdacht noch sonstige Hinweise vor. Der Mann besaß laut den Unterlagen der Behörde zehn Waffen legal.

Gegen 14 Uhr gingen Notrufe wegen Schüssen ein. Einsatzkräfte fanden vor dem Wohnhaus den bereits verstorbenen Mitarbeiter. Später bargen Spezialkräfte die Leiche seiner Kollegin aus dem Gebäude. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei dürfte auch sie bereits bei den zu Beginn des Einsatzes gemeldeten Schüssen tödlich verletzt worden sein.

Ein Großaufgebot umstellte das Haus. Spezialkräfte und ein Polizeihubschrauber waren im Einsatz. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben.

Tatverdächtiger nach stundenlangem Einsatz festgenommen

Der Tatverdächtige meldete sich telefonisch bei der Polizei. Er erklärte, bewaffnet in seiner Wohnung zu sein, geschossen zu haben und nicht widerstandslos aufgeben zu wollen.

Am Freitag gegen 2.20 Uhr drangen Spezialkräfte des SEK in das Gebäude ein und nahmen den 60-jährigen Deutschen fest. Dabei gaben Polizeibeamte mehrere Schüsse auf ihn ab. Der Mann wurde schwer verletzt und unter polizeilicher Bewachung in ein Krankenhaus gebracht.

Der genaue Tatablauf und das Motiv sind weiterhin ungeklärt. Die Kriminalpolizei Regensburg ermittelt unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth. Die Obduktionen der beiden Opfer laufen. Den Schusswaffengebrauch der Einsatzkräfte prüft das Bayerische Landeskriminalamt. Nach seiner medizinischen Versorgung soll der Tatverdächtige einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.

Während die Ermittlungen Antworten auf die offenen Fragen suchen, gilt die Anteilnahme den beiden getöteten Menschen und allen, die um sie trauern.

Transparenzhinweis: Die Grundlage dieses Berichts bilden Pressemitteilungen der Polizei und des Landratsamtes Neumarkt. Die textliche Ausarbeitung erfolgte mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) und wurde vor der Veröffentlichung redaktionell überprüft.