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Viele Worte, wenig Klarheit: Blue Devils erklären Matsos-Ausfall

Die Blue Devils Weiden reagieren auf Spekulationen um Head Coach Dave Matsos mit einer ausführlichen Pressemitteilung. Die wichtigste Nachricht ließe sich allerdings wesentlich kürzer zusammenfassen: Matsos ist krank und befindet sich in medizinischer Behandlung. Wann er zurückkehrt, ist offen.

WEIDEN. Wenn ein Trainer krank ist, dann ist er krank. Mehr muss die Öffentlichkeit über persönliche medizinische Details grundsätzlich nicht erfahren. Genau diese Privatsphäre steht selbstverständlich auch Blue-Devils-Coach Dave Matsos zu.

Umso bemerkenswerter ist die ausführliche Pressemitteilung, mit der die Blue Devils Weiden nun auf die Diskussionen der vergangenen Tage reagieren. Über viele Absätze wird erklärt, warum derzeit nicht mehr erklärt werden könne. Am Ende bleiben dennoch wesentliche Fragen offen.

Klar ist: Matsos konnte zuletzt aus medizinischen Gründen nicht bei der Mannschaft sein. Nach Angaben von Teampräsident Stephan Seeger Sr. musste sich der Trainer kurz nach seiner Ankunft in Deutschland unerwartet einem operativen Eingriff unterziehen. Im Zuge der Nachsorge sei eine weiterführende Behandlung empfohlen worden. Matsos befinde sich deshalb weiterhin in medizinischer Betreuung.

Wie lange er ausfallen wird, weiß offenbar auch der Verein nicht. Es könne mehrere Wochen dauern, bis Untersuchungen und Behandlungsverlauf eine verlässlichere Einschätzung zuließen.

Eine klare Aussage gibt es immerhin

Eine in der Öffentlichkeit kursierende Spekulation weist der Verein ausdrücklich zurück: Das Fehlen von Matsos sei kein Zeichen einer Entlassung oder Trennung. Für die Zeit seiner Abwesenheit übernimmt Assistant Coach Mikhail Nemirovsky interimsweise die Position des Head Coaches.

Das ist eine klare Information. Vieles darüber hinaus wirkt dagegen wie der Versuch, mit möglichst vielen Worten gleichzeitig Transparenz zu versprechen und doch möglichst wenig sagen zu müssen.

Dabei wäre die Botschaft eigentlich einfach: Dave Matsos ist erkrankt, wird behandelt und kann derzeit nicht als Trainer arbeiten. Ein Termin für seine Rückkehr steht nicht fest. Seine medizinischen Details bleiben Privatsache.

Das wäre nachvollziehbar, respektvoll – und eindeutig.

Kritik an der Kommunikation gab es bereits

Dass die ausführliche Erklärung nun überhaupt notwendig erscheint, hängt allerdings auch mit der bisherigen Informationspolitik der Blue Devils zusammen. Oberpfalz-Medien hatte diese erst am Donnerstag deutlich kritisiert. Unter der Überschrift „Das Schweigen der Blue Devils Weiden ist keine Kommunikationsstrategie“ wurde bemängelt, dass der Verein zum Fehlen des Cheftrainers geschwiegen und damit selbst Raum für Spekulationen geschaffen habe.

Der Kommentar brachte das Problem auf den Punkt: Wenn ein Cheftrainer bei mehreren Vorbereitungsspielen fehlt und der Verein dazu zunächst keine nachvollziehbare Information liefert, entstehen zwangsläufig Fragen. Laut Onetz entscheidet Teampräsident Stephan Seeger Sr. über die Kommunikation bei den Blue Devils.

Die jetzige Pressemitteilung ist damit durchaus eine Reaktion auf diese Kritik. Sie bestätigt erstmals ausführlich den medizinischen Hintergrund und stellt klar, dass Matsos nicht entlassen wurde.

Nur: Gute Kommunikation wird nicht automatisch besser, wenn sie länger wird.

Gerade bei einem gesundheitlichen Thema hätte eine kurze, frühzeitige Mitteilung vermutlich viele Spekulationen verhindert: Der Trainer fällt aus gesundheitlichen Gründen auf unbestimmte Zeit aus, seine Privatsphäre wird respektiert und bis zu seiner Rückkehr übernimmt der Assistent.

Mehr muss man nicht wissen. Aber genau das sollte man rechtzeitig wissen.

Dave Matsos ist derzeit aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Bande der Blue Devils Weiden. Wann der Head Coach zurückkehrt, ist weiterhin offen. Foto: Elke Englmaier

Transparenzhinweis: Grundlage dieses Berichts war unter anderem eine Pressemitteilung der Blue Devils Spielbetriebs GmbH sowie ein veröffentlichter Kommentar von Oberpfalz-Medien zur Informationspolitik des Vereins. Die textliche Ausarbeitung erfolgte mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) und wurde vor der Veröffentlichung redaktionell überprüft.