Orange Helfer aus der Luft: Zivilschutz-Hubschrauber auch in Bayern im Einsatz
MÜNCHEN/REGENSBURG. Wenn in Bayern ein Rettungshubschrauber am Himmel auftaucht, denken viele sofort an die gelben Maschinen des ADAC oder an die rot-weißen Hubschrauber der DRF Luftrettung. Doch neben diesen bekannten Betreibern gibt es noch eine weitere, weniger bekannte Flotte – erkennbar an ihrer auffälligen orangefarbenen Lackierung.
Zivilschutz-Hubschrauber im Doppelnutzen
Verantwortlich ist das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Die bundesweit 18 Zivilschutz-Hubschrauber sind für den Verteidigungs- und Spannungsfall beschafft worden, werden im Alltag jedoch regulär im Rettungsdienst eingesetzt. Dieses sogenannte Doppelnutzenprinzip sorgt für Routine im täglichen Einsatz und stellt zugleich die Einsatzbereitschaft im Krisenfall sicher.
Geflogen und gewartet werden die Maschinen von der Bundespolizei.
Zwei Standorte in Bayern
In Bayern sind zwei dieser Zivilschutz-Hubschrauber stationiert:
- „Christoph 14“ in Traunstein
- „Christoph 17“ in Kempten
Im Jahr 2025 war „Christoph 17“ in Kempten mit 1.621 Einsätzen einer der meistalarmierten Zivilschutz-Hubschrauber bundesweit. „Christoph 14“ in Traunstein rückte zu 1.309 Einsätzen aus.
Mehr als 13.000 Alarmierungen bundesweit
Bundesweit wurden die Zivilschutz-Hubschrauber 2025 insgesamt 13.515 Mal alarmiert. Der Schwerpunkt lag auf der medizinischen Erstversorgung und dem Transport von Patienten.
Die Bilanz im Überblick:
- 6.985 Primärversorgungen
- 3.764 Primärtransporte
- 211 Sekundärtransporte
- 3.975 transportierte Patienten
- 59 Sucheinsätze
- 9 Organ-, Blut- und Medikamententransporte
Die Zahl der Alarmierungen lag damit leicht unter dem Vorjahr (13.793 Einsätze im Jahr 2024).
Jubiläum in Traunstein
Ein besonderes Datum steht 2026 in Bayern an: „Christoph 14“ in Traunstein feiert am 10. September sein 50-jähriges Bestehen. Das Jubiläum unterstreicht die lange Tradition der Zivilschutz-Luftrettung im Freistaat.

