BlaulichtOberpfalz

Ukrainer schmuggeln Hunde und Katzen über die Grenze

BÄRNAU. Beamte der Bundespolizei haben am Donnerstagabend bei einer Kontrolle an der Grenze einen Pkw gestoppt, der lebende Tiere transportierte. Im Fahrzeug befanden sich zwölf Hunde und fünf Katzen, teils ohne die vorgeschriebenen Papiere. Die beiden ukrainischen Insassinnen im Alter von 28 und 34 Jahren gaben an, die Tiere nach Deutschland bringen zu wollen.

Bei der Kontrolle stellten die Beamten Unstimmigkeiten bei den mitgeführten Tierdokumenten fest. Einige Tiere hatten gültige ukrainische Heimtierausweise, bei anderen fehlten die Unterlagen komplett. Zudem fanden die Einsatzkräfte vorausgefüllte und leere Heimtierausweise, Labortestunterlagen, leere Impfdosen und Spritzen. Ob die Dokumente echt sind und den Tieren zweifelsfrei zugeordnet werden können, wird aktuell geprüft.

Die Bundespolizei verständigte sofort das zuständige Veterinäramt des Landkreises Tirschenreuth. Ein Amtstierarzt untersuchte die Tiere vor Ort und beurteilte deren Gesundheitszustand. Sollte sich der Verdacht bestätigen, dass für einzelne Tiere keine gültigen Papiere existieren oder die Dokumente gefälscht sind, sollen die Tiere in Obhut eines Tierheims übergeben werden.

Die Ermittlungen der Bundespolizei dauern an. Ziel ist es herauszufinden, warum die Tiere nach Deutschland gebracht werden sollten und in welchem Umfang Verstöße gegen das Tierseuchen- und Tierschutzrecht vorliegen. Gegen die beiden Frauen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Tierseuchen- und Tierschutzrecht eingeleitet.