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Tagelang auf der Ladefläche: Zöllner entdecken Schleusung

WERNBERG. Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, um sich tagelang bei eisigen Temperaturen auf der Ladefläche eines Lastwagens zu verstecken – ohne Schutz, ohne Sicherheit, mit dem Risiko zu sterben. Genau dieses Szenario deckten Zoll und Bundespolizei am Montagmittag auf der A6 auf.

Ein Hinweis der Kontrolleinheit Verkehrswege des Zolls Wernberg führte die Beamten zu einem türkischen Sattelzug, der in der Zollhalle kontrolliert wurde. Dabei fiel eine aufgeschlitzte Plane am Auflieger auf. Auf der Ladefläche machten die Einsatzkräfte schließlich einen 28-jährigen Mann ägyptischer Herkunft aus – stark unterkühlt, erschöpft und in akuter Gefahr.

Rettungskräfte und ein Notarzt wurden umgehend alarmiert. Der Mann wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo Erfrierungen an seinen Gliedmaßen behandelt werden. Nach ersten Angaben hatte er sich bereits in der Türkei Zugang zu dem Lkw verschafft und war mehrere Tage lang der Kälte ausgesetzt.

Der Fahrer des Lastwagens, ein türkischer Staatsangehöriger, zeigte sich glaubhaft ahnungslos. Sowohl seine Aussage als auch die des Geschleusten deuten darauf hin, dass der Mann unbemerkt transportiert wurde. Vieles spricht jedoch dafür, dass im Hintergrund eine professionelle Schleuserorganisation agierte, die den Migranten bewusst lebensgefährlichen Umständen aussetzte.

Gerade solche Fälle machen deutlich, wie skrupellos Schleuserbanden vorgehen. Sie profitieren von der Not der Menschen und nehmen schwerste gesundheitliche Schäden oder sogar den Tod billigend in Kauf.

Die Bundespolizeiinspektion Waidhaus hat Ermittlungen wegen des Verdachts der Einschleusung von Ausländern aufgenommen. Nach seiner Genesung soll der Ägypter an das zuständige Ausländeramt übergeben werden.

Der Vorfall zeigt zugleich, wie wichtig konsequente Grenz- und Verkehrskontrollen sind. Sie dienen nicht nur der Sicherheit, sondern können Leben retten – und helfen, solche gefährlichen Schleusungen künftig zu unterbinden.


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