Stellungnahme von Investor Stephan Seeger sorgt für neue Debatte
WEIDEN. Die Ereignisse rund um die überraschende Freistellung von Cheftrainer Sebastian Buchwieser bei den Blue Devils Weiden haben in der Region eine hitzige Debatte ausgelöst. Nach massiven Fanprotesten und scharfer Kritik in sozialen Netzwerken hat sich nun Birch‑Group‑Investor Stephan Seeger öffentlich zu den Gründen für den Trainerwechsel geäußert.
Schwierige Entscheidung im Krisenmodus
Seeger betont in seiner Stellungnahme, dass die Entscheidung zur Freistellung nach „sehr sorgfältiger Abwägung aller Optionen“ getroffen worden sei – unter den aktuellen sportlichen Umständen und im Interesse einer langfristigen Perspektive für den Club. Er würdigte Buchwiesers außergewöhnliche sportliche Arbeit und bezeichnete das Verhältnis als offen und respektvoll. Zugleich sei klar geworden, dass es keine gemeinsame Linie in Bezug auf notwendige strategische Anpassungen gegeben habe.
Laut Seeger hatte Sportlicher Leiter Jürgen Rumrich die Mannschaft über den Schritt informiert, bevor sie zum Auswärtsspiel in Kaufbeuren aufgebrochen sei. Die Spieler hätten professionell reagiert und unter Rumrichs Leitung das Spiel im Penaltyschießen für sich entschieden. Seeger räumte ein, dass die Nachricht jeden Spieler persönlich unterschiedlich getroffen habe, schließlich habe Buchwieser viele im Team positiv beeinflusst und sei dort geschätzt gewesen.
Sportliche Entwicklung als ausschlaggebender Faktor
Für Seeger steht fest, dass sportlicher Erfolg ein zentraler Baustein für die Zukunft der Blue Devils ist. Die Birch Group sei kein kurzfristiger Partner, sondern wolle die Energie und Leidenschaft der Community in ein konkurrenzfähiges DEL2‑Team überführen. Seeger erklärte, dass die sportlich Verantwortlichen aus seiner Sicht nicht ausreichend vorangekommen seien, um die sportliche Krise zu stoppen – und dass strategische Anpassungen notwendig geworden seien.
Die Entscheidung sei am Freitagnachmittag gefallen, nachdem am Vorabend klar geworden sei, dass vorgeschlagene Maßnahmen für das Spiel nicht umgesetzt worden seien. Rumrich übernimmt vorerst interimistisch die Trainerposition, während intern und extern nach einer dauerhaften Lösung gesucht wird. Seeger kündigte an, dass weitere Gespräche nach den kommenden Spielen geplant seien, um eine sportlich und menschlich passende Lösung zu finden.
Fanreaktionen und sportlicher Kontext
Die Trennung von Buchwieser wenige Stunden vor dem Spiel in Kaufbeuren hatte nicht nur bei Anhängern für Unmut gesorgt. Viele Fans äußerten in sozialen Medien deutliches Unverständnis und scharfe Kritik an der Entscheidung sowie an der Rolle der Birch Group bei sportlichen Entscheidungen.
Trotz der Turbulenzen zeigte das Team unter Rumrich Moral und gewann das anschließende Spiel nach Penaltyschießen, was in Teilen der Fanszene für gemischte Reaktionen sorgte – einerseits sportlicher Erfolg, andererseits Kritik an der Art des Trainerwechsels und der strategischen Ausrichtung des Clubs.

Nach der Übernahme durch die Birch Group herrschte Aufbruchstimmung bei den Blue Devils Weiden. Von links: Geschäftsführer Franz Vodermeier, Dave Lasky und Stephan Seeger.
Archivfoto: Blue Devils

