GPS-Köderfahrräder zeigen Wirkung: Fünf Tatverdächtige festgenommen
REGENSBURG/WEIDEN. Mit präparierten Fahrrädern und GPS-Sendern geht die Polizei in der Oberpfalz seit Mitte April gezielt gegen Fahrraddiebe vor. Nach rund fünf Monaten zieht das Polizeipräsidium eine erste Bilanz: Achtmal wurden die Köderfahrräder angegangen, in fünf Fällen konnten Tatverdächtige festgenommen werden.
Die Idee ist einfach: Hochwertige Fahrräder werden mit GPS-Sendern ausgestattet und an geeigneten Stellen abgestellt. Wird eines der Räder gestohlen, können Einsatzkräfte seinen Standort verfolgen. Vor allem professionell und überregional agierende Fahrraddiebe sollen so schneller identifiziert werden.
Seit Beginn der Aktion Mitte April wurden die sogenannten Präventionsfahrräder achtmal angegangen. Sechsmal wurden sie vollständig gestohlen. In einem weiteren Fall bauten Unbekannte nahezu alle wesentlichen Teile eines Fahrrades ab. Ein anderes Mal wurde zwar das Sicherheitsschloss gewaltsam geöffnet, das Rad blieb jedoch zurück. Nach Einschätzung der Polizei dürfte der unbekannte Tatverdächtige bei der Tat gestört worden sein.
GPS führt Polizei zu Tatverdächtigen
In mehreren Fällen konnten die gestohlenen Fahrräder durch die GPS-Ortung schnell lokalisiert werden. Insgesamt nahm die Polizei bislang fünf Tatverdächtige fest.
Dabei stießen die Ermittler teilweise auf deutlich mehr als nur das gestohlene Präventionsrad. Mehrfach handelte es sich laut Polizei um örtliche Tatverdächtige aus dem Umfeld der Betäubungsmittelszene. Bei anschließenden Durchsuchungen fanden Beamte neben Betäubungsmitteln auch Gegenstände, die unter das Waffengesetz fallen, darunter eine Schreckschusspistole und einen Elektroschocker.
Hinzu kam mutmaßliches weiteres Diebesgut. Bei einem Einsatz am 14. August in Regensburg stellte die Polizei unter anderem vier weitere E-Bikes, zehn Lenkstangen, fünf Fahrradreifen und zwei E-Bike-Bordcomputer sicher.
In einem anderen Fall fanden die Einsatzkräfte neben dem entwendeten Präventionsfahrrad zwei weitere hochwertige E-Bikes sowie einen E-Scooter. Dieser war noch in derselben Nacht gestohlen worden.
Zwei GPS-Fahrräder gestohlen – weiterer Diebstahl aufgeklärt
Auch ein überregional agierender Tatverdächtiger geriet durch die Aktion ins Visier. Der Mann soll gleich zwei der präparierten Fahrräder gestohlen haben. Sie waren im Stadtgebiet Weiden und im Landkreis Schwandorf abgestellt.
Im Zuge seiner Festnahme konnte nach Polizeiangaben außerdem ein weiterer Diebstahl am Bahnhof Regensburg aufgeklärt werden. Der 47-jährige Tatverdächtige befindet sich seit dem 15. Juni 2026 in Untersuchungshaft.
Für das Polizeipräsidium bestätigen die bisherigen Ergebnisse den neuen Ermittlungsansatz. Durch die unmittelbare Ortung eines gestohlenen Fahrrads könnten Tatverdächtige schneller ermittelt und zugleich Verbindungen zu weiteren Straftaten aufgedeckt werden.
Polizeivizepräsident Erwin Frankl erklärt: „Die Polizei Oberpfalz setzt ein klares Zeichen gegen Fahrraddiebstahl, um Diebe abzuschrecken und gestohlene Räder an ihre Eigentümer zurückzugeben!“
Die GPS-Präventionsfahrräder sollen deshalb auch künftig eingesetzt werden. Im Fokus stehen weiterhin insbesondere professionell und bandenmäßig agierende Fahrraddiebe.
Transparenzhinweis: Die Grundlage dieses Berichts bildet eine Pressemitteilung der Polizei. Die textliche Ausarbeitung erfolgte mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) und wurde vor der Veröffentlichung redaktionell überprüft.

