BlaulichtLandkreis Amberg-Sulzbach

Beziehungsstreit endet mit Stichwunde – viele Fragen bleiben offen

SULZBACH-ROSENBERG. Ein nächtlicher Streit in einer Wohnung hat am späten Samstagabend Polizei und Rettungsdienst beschäftigt – und hinterließ mehr Rätsel als Antworten. Ein 27-Jähriger meldete sich zunächst selbst beim Polizeinotruf und erklärte, er sei verletzt worden. Kurz darauf kassierte er diese Aussage wieder ein und gab an, sich die Verletzungen selbst zugefügt zu haben.

Als die Streife eintraf, wartete der Mann bereits außerhalb der Wohnung. Die Beamten stellten eine leichte Stichverletzung am rechten Arm sowie eine Schnittverletzung an der Hand fest. Beide Wunden bluteten, der Verletzte schwieg jedoch konsequent zum Tatgeschehen. Zur medizinischen Versorgung wurde er in ein Krankenhaus gebracht, das er wenig später wieder verlassen konnte.

In der Wohnung trafen die Polizisten auf die 19-jährige Freundin des Mannes. Sie blieb unverletzt und erklärte, ihr Freund habe sich nach dem verbalen Beziehungsstreit selbst verletzt. Mehr wollte auch sie nicht sagen. Gesprächsbereitschaft sah anders aus – insbesondere zu einem Detail, das den Beamten auffiel.

In der Wohnung lag ein mit einem Hammer zerstörtes Mobiltelefon. Weder zum kaputten Handy noch zum genauen Ablauf der Ereignisse gab es Auskünfte. Neben dem Mobiltelefon wurden zwei große, blutverschmierte Küchenmesser beschlagnahmt.

Vermutlich entzündete sich der Streit am Mobiltelefon, doch wie genau es schließlich zu den Verletzungen kam, bleibt Gegenstand der Ermittlungen. Aufgrund der ersten Notrufmeldung und des Verletzungsbildes wird nun gegen die 19-Jährige wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt. Viele Fragen bleiben offen – und beide Beteiligten hüllen sich weiterhin in Schweigen.