BlaulichtLandkreis Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Cyberangriff auf Metzgerei: Unbekannte stellen Kühlanlagen auf bis zu 150 Grad

NEUSTADT AN DER WALDNAAB. Unbekannte haben bei einem Cyberangriff auf eine Metzgerei die Temperatureinstellungen mehrerer Kühlhäuser auf bis zu 150 Grad verändert. Der Angriff ereignete sich in der Nacht zum Montag. Nach bisherigen Erkenntnissen entstand ein Schaden im fünfstelligen Eurobereich. Die Kriminalpolizei Weiden ermittelt.

Die Täter manipulierten nach Angaben der Polizei die Fernsteuerungs- und Überwachungssysteme der Kühlanlagen. Die genannten 150 Grad beziehen sich auf die veränderten Einstellungen. Welche Temperaturen in den Kühlhäusern tatsächlich erreicht wurden, geht aus der Mitteilung nicht hervor.

Am Montagmittag erfuhr die Kriminalpolizei Weiden von dem Angriff. Das zuständige Kommissariat 11 nahm unmittelbar Kontakt mit der Metzgerei und dem IT-Verantwortlichen auf. Dieser war bereits vor Ort und brachte die Systeme wieder unter Kontrolle. Durch die rechtzeitige Entdeckung konnte laut Polizei ein noch größerer Schaden verhindert werden.

Wie sich der bisher festgestellte Schaden zusammensetzt und welche Metzgerei betroffen ist, teilte die Polizei nicht mit. Die Ermittler gehen dem Verdacht der Datenveränderung, Computersabotage und Sachbeschädigung nach.

Möglicher Zusammenhang mit Angriffen in Europa

Die Kriminalpolizei hält einen Zusammenhang mit weiteren Cyberangriffen auf Kühl- und Tiefkühlsysteme in Europa für möglich. Nach Medienberichten, auf die sich die Polizeimitteilung bezieht, waren in derselben Nacht auch Unternehmen unter anderem in Belgien, Schweden, Irland und Estland von vergleichbaren Manipulationen betroffen. Ein Zusammenhang ist bislang nicht bestätigt.

Die Polizei rät betroffenen Unternehmen, bei einem Cyberangriff umgehend die Ermittler und ihre IT-Verantwortlichen einzuschalten. Digitale Spuren wie Systemmeldungen und Protokolle sollten erhalten bleiben.

Transparenzhinweis: Die Grundlage dieses Berichts bildet eine Pressemitteilung der Polizei. Die textliche Ausarbeitung erfolgte mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) und wurde vor der Veröffentlichung redaktionell überprüft.