Drogenrazzia in Regensburg: Flucht über die A93 endet mit Festnahmen
Ermittlungsverfahren „Nemo“: Polizei stellt kiloweise Drogen und 24.500 Euro Bargeld sicher – Haftbefehle gegen drei Tatverdächtige
REGENSBURG. Eine gefährliche Fluchtfahrt über die A93, Festnahmen durch eine Spezialeinheit und mehrere durchsuchte Objekte: Bei einem Einsatz gegen mutmaßlich organisierten Drogenhandel hat die Polizei am Samstag, 3. Oktober, in Regensburg und Regenstauf umfangreiche Sicherstellungen gemacht. Gegen drei Tatverdächtige wurden am folgenden Tag Haftbefehle erlassen.
Im Ermittlungsverfahren „Nemo“ stellten die Einsatzkräfte etwa 7,5 Kilogramm Cannabis, rund ein Kilogramm Haschisch und mehr als 200 Gramm Kokain sicher. Hinzu kamen rund 24.500 Euro Bargeld.
Riskante Flucht bis zum Alex-Center
Im Fokus der Ermittler stand zunächst ein weißer Skoda Octavia auf der A93, in dem sie eine größere Menge Drogen vermuteten. Noch bevor die Polizei das Fahrzeug wie geplant anhalten konnte, beschleunigte der Fahrer im Bereich der Anschlussstelle Regenstauf stark und fuhr mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit Richtung Süden weiter. Nach Angaben der Polizei gefährdete er dabei andere Verkehrsteilnehmer durch riskante Fahr- und Überholmanöver.
An der Anschlussstelle Regensburg-Nord verließ der Wagen die Autobahn. Die Flucht führte weiter durch das nördliche Stadtgebiet bis zum Alex-Center. Dort stoppten die beiden Insassen, sprangen aus dem Fahrzeug und liefen davon.
Nach einer kurzen Verfolgung nahmen Einsatzkräfte, darunter Angehörige einer Spezialeinheit, die beiden Männer unter Anwendung von Zwang fest. Einer der Festgenommenen erlitt leichte Verletzungen und wurde ärztlich versorgt. Auch ein Polizeibeamter wurde verletzt und musste medizinisch behandelt werden.
Garage als mutmaßliches Drogenlager
Parallel zur Festnahme durchsuchte die Polizei mehrere Objekte in Regensburg sowie ein Objekt in Regenstauf. Dazu gehörten Wohnungen und eine Garage, die nach bisherigen Erkenntnissen als Drogenlager genutzt worden sein soll.
Eine dritte tatverdächtige Person wurde im Regensburger Stadtgebiet festgenommen. Auch sie soll am Drogenhandel beteiligt gewesen sein.
Neben den Drogen und dem Bargeld fanden die Beamten mehrere Mobiltelefone, weitere geringe Mengen Betäubungsmittel, verschreibungspflichtige Arzneimittel sowie 28 originalverpackte Parfüme. Bei den Parfümen handelt es sich nach Einschätzung der Polizei möglicherweise um Diebesgut. Die sichergestellten Gegenstände werden nun im Rahmen der weiteren Ermittlungen ausgewertet.
Haftbefehle gegen drei Männer
Die drei tunesischen Staatsangehörigen im Alter zwischen 25 und 45 Jahren wurden am Sonntag, 4. Oktober, auf Antrag der Staatsanwaltschaft Regensburg einer Ermittlungsrichterin vorgeführt. Diese erließ gegen alle drei Haftbefehle wegen des Verdachts des bandenmäßigen und unerlaubten Handels mit Kokain und Cannabis in nicht geringer Menge.
Das Verfahren gehört zur Arbeit der „BAO Brennpunkt“, in der Bundespolizei und Bayerische Polizei zusammenarbeiten. Bereits am 24. September hatten Einsatzkräfte im Rahmen mehrerer Ermittlungsverfahren zwölf Objekte durchsucht und drei Haftbefehle vollstreckt. Im Verfahren „Nemo“ sollen nun die Hintergründe des mutmaßlichen Drogenhandels und mögliche weitere Beteiligte geklärt werden.
Polizei sucht Zeugen der Fluchtfahrt
Wer die gefährlichen Fahr- und Überholmanöver des weißen Skoda Octavia am Samstag, 3. Oktober, auf der A93 zwischen Regenstauf und Regensburg-Nord oder im nördlichen Regensburger Stadtgebiet beobachtet hat, wird um Hinweise gebeten. Auch Verkehrsteilnehmer, die selbst gefährdet wurden, sollen sich bei der Polizeiinspektion Regensburg Süd unter 0941/506-2001 melden.

Transparenzhinweis: Die Grundlage dieses Berichts bildet eine Pressemitteilung der Polizei. Die textliche Ausarbeitung erfolgte mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) und wurde vor der Veröffentlichung redaktionell überprüft.

