KI und Ausbildung: Bildungsforum in Weiherhammer blickt auf die Arbeitswelt von morgen
Fachleute aus Wirtschaft und Bildung diskutieren über neue Kompetenzen – IT-Grundkurs soll 2027 kostenlos erprobt werden
WEIHERHAMMER. Wie verändert Künstliche Intelligenz die Ausbildung? Und welche Fähigkeiten brauchen Fachkräfte künftig? Diese Fragen standen beim 6. Oberpfälzer Bildungsforum am 21. September im Future Lab Weiherhammer im Mittelpunkt. Unter dem Titel „KI verstehen – Zukunft gestalten“ diskutierten Vertreter aus Wirtschaft, Bildung und regionaler Praxis über neue Lernformen, Fachkräftesicherung und den verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Technologien.
Eingeladen hatte das Projekt „NextGenLearn“, das vom Überbetrieblichen Bildungszentrum in Ostbayern (ÜBZO) durchgeführt wird. Die Veranstaltung verband Fachvorträge mit praktischen Anwendungen und einer Podiumsdiskussion.
Neue Lernformen für die Ausbildung
Markus Wäger, Leiter Entwicklung bei WEILER Werkzeugmaschinen, stellte Beispiele aus der industriellen Praxis vor. Dabei ging es unter anderem um die Verbindung von Präsenzunterricht und digitalen Lernangeboten sowie um spielerische Elemente, die Ausbildungsinhalte anschaulicher vermitteln können.
Thomas Schley vom Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb), einem Verbundpartner von NextGenLearn, widmete sich der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Berufsschulen und überbetrieblichen Bildungsstätten. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie diese Lernorte ihre Angebote im digitalen Wandel besser aufeinander abstimmen können.
Dr. Andreas Fischer vom f-bb und Malin Ahrens vom ÜBZO beleuchteten digitale Grundlagen und KI-Kompetenzen. Sie stellten Erkenntnisse aus Forschung und Praxis vor und zeigten Chancen und Grenzen des Lernens mit Künstlicher Intelligenz auf. Die Teilnehmer konnten Anwendungen auch selbst erproben.
IT-Grundkurs in den Faschingsferien 2027
Ein konkretes Angebot aus dem Projekt ist der Grundkurs „IT für Auszubildende und Ausbildende“. Er vermittelt digitale Grundlagen praxisnah und richtet sich an unterschiedliche Ausbildungsberufe und Branchen.
In den Faschingsferien 2027 soll der Kurs im Rahmen einer Pilotphase kostenfrei getestet werden können. Interessierte Unternehmen, Bildungseinrichtungen sowie Ausbilderinnen und Ausbilder erhalten weitere Informationen unter kontakt@uebzo.de.
Smartphones sorgen für kontroverse Diskussion
Zum Abschluss diskutierten Markus Wäger von WEILER Werkzeugmaschinen, Anja Obermeier von Kennametal, Michael Mark von der LUCE Stiftung und Stefanie Galbakiotis von der Kreishandwerkerschaft Nordoberpfalz auf dem Podium. Sebastian Zaruba vom ÜBZO moderierte die Runde.
Während über die Potenziale von KI weitgehend Einigkeit bestand, führten Erfahrungen mit Smartphones bei Kindern und Auszubildenden nach Angaben der Veranstalter zu lebhaften und teilweise hitzigen Wortmeldungen. Dabei ging es auch um die Verantwortung von Bildungseinrichtungen, Unternehmen und Gesellschaft im Umgang mit digitalen Technologien.
Als zentrale Erkenntnis beschreiben die Veranstalter: Neue Technik allein genügt nicht. Menschen müssen befähigt werden, sie kompetent und verantwortungsvoll einzusetzen. Die Zusammenarbeit regionaler Bildungs- und Wirtschaftsakteure soll dazu beitragen, Fachkräfte zu sichern und die Wettbewerbsfähigkeit der Oberpfalz zu stärken.
NextGenLearn wird im Rahmen der Bundesinitiative „INex-ÜBA“ für eine exzellente überbetriebliche Ausbildung gefördert. Durchgeführt wird die Initiative vom Bundesinstitut für Berufsbildung.
Fotos: Carina Bertelshofer
Transparenzhinweis: Die Grundlage dieses Berichts bildet eine Pressemitteilung. Die textliche Ausarbeitung erfolgte mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) und wurde vor der Veröffentlichung redaktionell überprüft.




