US-Soldaten werfen mit Feuerwerkskörper aus fahrendem Auto
ERBENDORF/GRAFENWÖHR. Ein gefährlicher Vorfall hat sich am Montagabend auf den Bundesstraßen B299 und B22 im Raum Erbendorf ereignet. Aus einem fahrenden Geländewagen heraus wurden wiederholt Feuerwerkskörper gezündet und auf andere Verkehrsteilnehmer geworfen – teilweise offenbar sogar gezielt.
Gegen 20:40 Uhr alarmierte ein aufmerksamer Autofahrer die Polizei, nachdem er die gefährliche Situation bemerkt hatte. Während er den Notruf absetzte, blieb er in ständigem Kontakt mit den Einsatzkräften und verfolgte das Fahrzeug weiter.
Der SUV war von Erbendorf aus in Richtung Pressath und später weiter nach Grafenwöhr unterwegs – dabei teilweise mit nicht angepasster Geschwindigkeit. Während der Fahrt wurden schätzungsweise 20 bis 30 Feuerwerkskörper aus dem Fahrzeug geworfen. Diese landeten sowohl auf der Fahrbahn als auch in unmittelbarer Nähe anderer Autos. In einigen Fällen wurden die Böller gezielt auf Fahrzeuge im Gegenverkehr sowie auf das Auto des Melders und dessen Begleitung geworfen.
Die Polizei leitete sofort eine Fahndung ein. Beamte der Polizeiinspektionen Kemnath und Eschenbach konnten das Fahrzeug schließlich in Grafenwöhr stoppen.
Im Wagen saßen drei US-amerikanische Soldaten im Alter zwischen 20 und 21 Jahren. Bei der Kontrolle fanden die Beamten eine größere Menge an in Deutschland illegalen Feuerwerkskörpern sowie zahlreiche Liquids für E-Zigaretten. Die Gegenstände wurden sichergestellt. Nach ersten Erkenntnissen wurden sie zuvor in Tschechien gekauft und nach Deutschland gebracht.
Die drei Tatverdächtigen wurden noch vor Ort an die US-Militärpolizei übergeben. Die weiteren Ermittlungen führt die Polizeiinspektion Kemnath. Dabei wird auch geprüft, inwieweit Verstöße gegen Einfuhrbestimmungen vorliegen – hierzu steht die Polizei im Austausch mit dem Zoll.
Zeugenaufruf
Die Polizei geht davon aus, dass durch die Aktion mehrere Verkehrsteilnehmer konkret gefährdet wurden. Besonders wichtig ist es daher, mögliche Betroffene als Zeugen zu identifizieren.
Wer am 30. März 2026 zwischen 20:35 Uhr und 20:50 Uhr auf der B299 zwischen Reuth bei Erbendorf, Erbendorf, Pressath und Grafenwöhr unterwegs war und von einem weißen Hyundai-SUV mit „AS“-Kennzeichen mit Feuerwerkskörpern beworfen oder gefährdet wurde, wird gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Kemnath unter der Telefonnummer 09642/92030 zu melden.
Auch weitere Personen, die Hinweise zu dem Vorfall geben können, sollen sich bei der Polizei melden.

